Ist die vorhandene Abdichtung erhaltenswert?
Beginnen Sie mit Zustand, Feuchte, Nähten und Anschlüssen. Eine zusätzliche Schutzlage behebt keine durchnässte Dämmung und keine defekten Anschlüsse. Ist eine Neuabdichtung ohnehin vorgesehen, können Arbeiten miteinander verbunden werden. Bleibt die Dachbahn intakt erhalten, werden Lösungen oberhalb dieser Ebene interessant.
Dokumentieren Sie den tatsächlichen Aufbau. Alte Pläne, Produktetiketten und fachgerecht hergestellte Bauteilöffnungen ergänzen sich. Für die Entscheidung braucht es außerdem Angaben zur PV-Aufständerung und zu späteren Reparaturmöglichkeiten.
Bahn bleibt: WEER auf der Dachfläche unter PV
WEER adressiert die bewitterbare mineralische Platte oberhalb der vorhandenen Abdichtung und unter der PV-Anlage. In der Projektplanung werden PVC-P, beschieferter Bitumen, PIB und TPO/FPO betrachtet. Die genaue Kombination bestimmt, ob eine zusätzliche Kontakt- oder Trennlage erforderlich ist.
Wasserführung, Windsicherung, Plattenstöße und Kontakt zur Bahn werden gemeinsam geplant. Die Außenbeständigkeit einer geeigneten Platte ist dafür ein Vorteil. Ihr Nachweis wird mit der vorgesehenen Verwendung und den Herstellerbedingungen abgeglichen. [1]
Neue Abdichtung: DEK oder SHEET unter der Bahn
Wird die Bahn erneuert oder ein fachlich geeigneter neuer Dachaufbau hergestellt, öffnet sich die Einbaulage zwischen Dämmung und Abdichtung. DEK setzt auf die steifere Deckplatte; SHEET auf die dünne faserverstärkte mineralische Lage. Beide Ansätze werden nach ihrer konkreten Aufgabe ausgewählt.
Eine solche Maßnahme lässt sich häufig besser mit einer geplanten Dachsanierung verbinden als mit einer gerade fertiggestellten Abdichtung. Die Vergleichsunterlagen zeigen Schichtfolge, Befestigung, Mehrgewicht und den zusätzlichen Montageumfang. [2]
Angepasste Oberfläche: VLOEI und der Untergrund
Eine vor Ort aufgebrachte mineralische Masse kann eine weitere Route sein. Bei VLOEI stehen zementgebundene Materialkonzepte und die Verteilung mit Rakel beziehungsweise Spachtel im Mittelpunkt. Der Bauablauf enthält Untergrundvorbereitung, Auftrag und Erhärtung.
Vor der Auswahl sind Haftung, Bewegung und Feuchte zu klären. Eine Probefläche am tatsächlichen Dach ist besonders wertvoll. Die Gegenüberstellung Beschichtung und Platte zeigt, wie sich Wetterfenster, Lohnaufwand und Reparaturfähigkeit unterscheiden.
Die wirtschaftliche Entscheidung gemeinsam treffen
Vergleichen Sie Varianten einschließlich PV-Demontage, Abdichtung, Befestigung, Zusatzlast und späterer Wartung. Bei geringer Tragreserve kann das Gewicht die Auswahl begrenzen; bei engem Bauzeitfenster können Trocknungszeiten und Wetterpuffer entscheidend werden.
Die FRISSBE/ZAG-Leitlinie ordnet die PV-Anlage im Zusammenhang mit dem Dach ein. Für die konkrete Nachrüstung werden dieses Systemverständnis, die Anforderungen des Projekts und die verfügbaren Unterlagen zusammengeführt. So entsteht eine nachvollziehbare Empfehlung statt einer pauschalen Produktantwort. [3]
Bei intakter Abdichtung zuerst eine Lösung oberhalb der Bahn vergleichen. Steht eine Sanierung an, DEK oder SHEET in die Neuabdichtung einbeziehen. PV-Demontage und spätere Reparaturen mitkalkulieren.
Quellen und technische Unterlagen
Nächster Schritt für Ihr Dach
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