Unter einer neuen Dachbahn: VlamShield SHEET

VlamShield SHEET liegt zwischen Dämmung und neuer Dachabdichtung. Die 10 mm starke, zementgebundene Glasfaserplatte schafft eine mineralische Schutz- und Lastverteilungslage. Ihr Flächengewicht beträgt 10 kg/m².

Die Dachbahn darüber übernimmt die Abdichtung. Für Befestigung, Auflager und Fugenversatz zählt der gesamte Aufbau einschließlich Dämmstoff und Tragkonstruktion.

Auf der wasserführenden Ebene: WEER unter PV

WEER richtet sich an die mineralische Schutzlage auf der Dachfläche oberhalb der vorhandenen Abdichtung und direkt unter einer PV-Anlage. In der Planung betrachten wir PVC-P, beschieferten Bitumen, PIB sowie TPO/FPO. Die Dachbahn bleibt die wasserführende Ebene; die Platte übernimmt eine zusätzliche mineralische und mechanische Aufgabe.

Ob die konkrete Kombination direkten Kontakt erlaubt oder eine geeignete Trenn- beziehungsweise Schutzlage braucht, hängt von Bahn, Plattenoberfläche, Bewegung und Herstellervorgaben ab. Unter der Platte muss Wasser ablaufen können. Lastverteilung, Windsicherung und die Zugänglichkeit von Nähten gehören zum Verlegekonzept. Außenbeständigkeit des Plattenmaterials ist hierfür eine Grundlage, keine fertige Anschlusszeichnung. [2]

Als vor Ort aufgebrachte Schicht: VLOEI

VLOEI bezeichnet den zementgebundenen Weg für eine auf dem Dach verteilte mineralische Masse. Er kommt in Betracht, wenn eine flächige Schicht an den vorhandenen Untergrund angepasst werden soll. Die erste Auswahlfrage lautet dann nicht nur „Welche Dicke?“, sondern „Wie wirken Untergrundbewegung und Haftung zusammen?“

Untergrundvorbereitung, Mischwasser, Verarbeitung, Schichtkontrolle und Nachbehandlung werden Teil des Bauablaufs. Auf flexiblen Kunststoffbahnen gelten andere Voraussetzungen als auf mineralisch beschiefertem Bitumen. Eine Beschichtung darf Bewegungsfugen und Abläufe nicht einfach überdecken. Der Beschichtungsvergleich erläutert den Unterschied zur Dachabdichtung.

Ränder und Aufkantungen bleiben eigene Details

WEER kann außerdem an Aufkantungen, Rändern und Durchdringungen Teil eines mineralischen Schutzdetails sein. Diese zusätzliche Anwendung ersetzt nicht die Planung der horizontalen Dachfläche. An senkrechten Bauteilen ändern sich Befestigung, Wasserführung und Belastung.

Der Übergang von horizontal zu vertikal ist besonders sorgfältig zu zeichnen: Wo endet die Platte? Wo bewegt sich die Bahn? Wie bleibt ein Anschluss kontrollierbar? Gleiches Material in beiden Bereichen bedeutet nicht gleiche Befestigung.

Erst den Bestand aufnehmen, dann den Aufbau wählen

Alte Pläne zeigen die Absicht; eine fachgerecht verschlossene Bauteilöffnung und aktuelle Fotos zeigen den Bestand. Dämmstoff, Feuchte, Befestigung und Reserven der Tragkonstruktion entscheiden, ob eine zusätzliche Lage wirtschaftlich sinnvoll ist.

Bei einer ohnehin anstehenden Neuabdichtung kann eine Lage unter der Bahn günstig in den Ablauf passen. Auf einer intakten Abdichtung ist eine aufliegende Lösung prüfenswert. Bei geschädigter oder durchnässter Konstruktion muss zuerst die Dachfunktion wiederhergestellt werden.

Dachbahn bleibt: WEER oder VLOEI oberhalb vergleichen. Neue Dachbahn: SHEET darunter prüfen. In beiden Fällen Zusatzlast und Montagezugang einplanen.