Erst die Bezugsfläche festlegen

Meint der Preis die gesamte Dachfläche, die Fläche unter den Modulen oder ein PV-Feld mit zusätzlichen Randstreifen? Schon diese Unterscheidung verändert die Materialmenge. Angebote werden erst vergleichbar, wenn sie denselben Grundriss und denselben Umfang verwenden.

Notieren Sie außerdem, ob die Dachbahn erneuert wird und ob eine bestehende PV-Anlage teilweise demontiert werden muss. Eine günstige Platte unter neuer Abdichtung kann im Neubau sinnvoll sein, während sie bei intakter Bestandsabdichtung einen ganz anderen Eingriff auslösen würde.

Zwei Lagen verdoppeln zunächst den Materialeinsatz

Rechenannahme: Eine mineralische Lage kostet 20 bis 25 €/m² netto. Eine zweite gleich teure Lage führt zu 40 bis 50 €/m² netto reinem Materialeinsatz. Auf 1.000 m² wären das 20.000 bis 25.000 € für eine Lage und 40.000 bis 50.000 € für zwei Lagen.

Diese Spanne ist eine illustrative Kalkulationsannahme, kein verifiziertes Preisangebot eines Herstellers und kein VlamShield-Verkaufspreis. Zuschnitt, Verschnitt, Transport, Befestigung, Abdichtung und Lohn sind darin noch nicht enthalten. Die tatsächlich geforderte Konstruktion entscheidet, wie viele Lagen kalkuliert werden.

Rechenbeispiel: 1.000 m², gleiche angenommene Materialpreise, netto ohne Montage und Nebenkosten
VarianteMaterial je m²Material für 1.000 m²
Eine Lage20–25 €20.000–25.000 €
Zwei Lagen40–50 €40.000–50.000 €
Mehrkosten zweite Lage20–25 €20.000–25.000 €

Doppellagig ist nicht immer zweimal direkt unter der Bahn

Im veröffentlichten Efectis-Aufbau mit BarrierSheet liegt eine mineralische Lage oberhalb und eine weitere unterhalb der PIR-Dämmung. Eine solche Anordnung hat einen anderen Bauablauf als zwei unmittelbar übereinandergelegte Lagen. Daraus folgt keine allgemeine Doppellagenpflicht für alle Projekte. [1]

Fordern Sie deshalb den konkreten Schichtenplan an. Erst daraus ergeben sich Lagenzahl, benötigte Fläche je Lage, Befestigung und zusätzliche Arbeitsschritte. Die Analyse dünner Verbundplatten erläutert auch die thermische Seite dieses Vergleichs.

Lohn, Wetter und Reparaturfähigkeit einrechnen

Bei Platten zählen Transport aufs Dach, Zuschnitt, Verlegung, Fugen und Befestigung. Bei einer mineralischen Masse kommen Untergrundvorbereitung, Mischen, Auftrag, Schichtkontrolle und Erhärtung hinzu. Wetterpuffer und Unterbrechungen können einen wesentlichen Kostenanteil bilden.

Betrachten Sie außerdem spätere Arbeiten: Wie wird eine Dachnaht repariert? Müssen Module oder größere Flächen aufgenommen werden? Ist ein Anschluss zugänglich? Eine im Einkauf teurere Lösung kann wirtschaftlich interessant sein, wenn sie Montage oder spätere Eingriffe vereinfacht.

Die beste Alternative mit derselben Aufgabe vergleichen

Eine dickere Platte ist nicht allein wegen ihrer Dicke gleichwertig. Eine dünnere Lage ist nicht allein wegen ihres Gewichts wirtschaftlicher. Vergleichen Sie die geforderte Schutzfunktion, die vollständige Konstruktion und die zugehörigen Nachweise.

Für die Anfrage genügen zunächst Fläche, vorhandener Dachaufbau, geplante PV-Belegung, gewünschte Einbaulage und ein Zeitfenster. Mit diesen Angaben lassen sich DEK, SHEET, WEER und VLOEI als unterschiedliche Wege sinnvoll gegenüberstellen.

Bei angenommenen 20–25 €/m² kostet eine zweite gleich teure Lage auf 1.000 m² weitere 20.000–25.000 € netto. Montage, Befestigung und Abdichtung kommen hinzu.

Quellen und technische Unterlagen

  1. Efectis · Klassifizierungsbericht 2025-R000982, BROOF(t1)www.allshield.com