Die Grundrechnung: Fläche × kg/m²

Eine Lage mit 6 kg/m² auf 1.000 m² bringt rechnerisch 6.000 kg zusätzliche Masse auf das Dach. Zwei solcher Lagen bringen 12.000 kg. Diese Rechnung eignet sich zur frühen Variantenwahl und Transportplanung. Sie ist keine statische Freigabe.

Die gesamte Zusatzlast umfasst mehr als die Platte: Trennlagen, Befestigung, gegebenenfalls zusätzliche Auflast, PV-Unterkonstruktion, Module und Ballast gehören in die Bilanz. Montagepaletten erzeugen vorübergehend besonders hohe örtliche Lasten und brauchen einen eigenen Abstellplan.

Vergleichswerte richtig zuordnen

Das DensDeck-Prime-Datenblatt nennt etwa 5,9 kg/m² bei 6,4 mm und 9,8 kg/m² bei 12,7 mm. BarrierSheet nennt 3 kg/m² bei 2,5 mm mit ±10 % Toleranz. Es handelt sich um Werte unterschiedlicher Produkte und Funktionen, nicht um gleichwertige Schutzleistungen. [1] [2]

Die technische Bewertung führt dickenabhängige Rohdichten auf. Für 15 mm und nominal 800 kg/m³ ergibt sich beispielsweise 12 kg/m² als Rechenwert vor den dort genannten Toleranzen. Eine konstante Dichte über alle Plattendicken wäre hier die falsche Annahme. [3]

Gleiche Flächenlast, unterschiedliche örtliche Wirkung

Ob ein PV-Fuß eine kleine oder große Aufstandsfläche hat, verändert den Druck auf Bahn und Dämmung. Eine steife Deckplatte kann die Lastverteilung unterstützen, ersetzt aber keine Prüfung der gesamten Kontakt- und Dämmschicht. Langzeitverformung kann wichtiger sein als ein kurzer Druckversuch.

Bei WEER auf der Dachabdichtung werden außerdem die Plattenkanten und Fugen betrachtet. Untergrundunebenheiten dürfen keine ungünstigen punktförmigen Auflager schaffen. Maßgeblich sind die tatsächlichen Auflagerbedingungen, nicht nur das Gewicht im Datenblatt.

Windsicherung kann die leichte Lösung verändern

Eine leichte Platte ist angenehm zu transportieren, wird dadurch aber nicht automatisch windsicher. Dachhöhe, Rand- und Eckzonen, Gebäudeumgebung und die gewählte Befestigung bestimmen die Lösung. Zusätzlich nötige Auflast kann einen ursprünglichen Gewichtsvorteil teilweise aufheben.

Deshalb werden die Materialvarianten mit ihrem vollständigen Befestigungskonzept verglichen. Für eine erste Anfrage helfen Dachplan, Gebäudehöhe, Lage, PV-Belegung und Angaben zur vorhandenen Tragkonstruktion.

Was Sie mit dem Rechner entscheiden können

Der Rechner unten multipliziert die geplante Fläche mit einer frei wählbaren Flächenmasse. Die Vorauswahl dient als Materialorientierung. Tragen Sie für Ihr Projekt die Daten der konkret angebotenen Platte ein und ergänzen Sie die übrigen Lasten separat.

Für die Wirtschaftlichkeit lohnt der zweite Blick auf Kosten je geschützter Dachfläche: Eine leichte Lage mit aufwendiger Befestigung kann anders abschneiden als eine schwerere, schnell verlegte Platte. Die statisch und wirtschaftlich beste Wahl ergibt sich aus dem Gesamtpaket.

Rechenbeispiel zusätzliche Dachlast

Beispielwerte aus den genannten Datenblättern

5.900 kg

Nur die zusätzliche Masse der Schicht; Feuchtebezug des gewählten Werts beachten. Keine statische Bewertung; die Tragfähigkeit bewertet der Tragwerksplaner.

Rechnen Sie mit der Flächenmasse der angebotenen Ausführung. Ergänzen Sie PV, Befestigung, mögliche Auflast und vorübergehende Palettenlasten, bevor Sie die Tragreserve bewerten lassen.