VlamShield · Technische Daten · PV-Unterkonstruktion
VlamShield PV-Unterkonstruktion
Brandschutzlage, Bautenschutz, flächige Lasteinleitung und nutzbares Ballastgewicht in einer verbundenen Konstruktion. Daten je Einzelplatte und m², einschließlich vollständigem Gewichtsbeispiel mit PV-Modul. Stand 29.09.2026 · Ausgabe 0.4.

- Beispiel inkl. 22-kg-Modul, ohne Zusatzballast
- 22,85 kg/m²
- Davon WEER-Plattengewicht
- 12 kg/m²
- Bezugsfläche je Platte
- 2,2625 m²
01 · Systemaufbau
WEER-Platten oberhalb der Dachabdichtung; hohe und niedrige Modulstützen; Flachverbinder an Plattenstößen; von oben eingesetzte M6×17-Schrauben mit Edelstahl-Einschlagmuffen auf der Plattenunterseite; schwarze Modulklemmung.
Werkstoffauslegung für Stützen und Verbinder: V4A-Edelstahl, z. B. 1.4404. Die folgenden Metallgewichte sind CAD-Rechenwerte mit einer angesetzten Dichte von 8.000 kg/m³, keine gewogenen Serienwerte.
Benachbarte Platten können über Flachverbinder zu größeren, durchgehenden Feldern verbunden werden. Wartungsgänge und Unterbrechungen werden projektbezogen vorgesehen. Anzahl und Verteilung der Verbinder richten sich nach Feldrändern und Plattenstößen.
02 · Einzelplatte und Bauteilabmessungen
| Merkmal | Einzelplatte / Bauteil |
|---|---|
| Plattenabmessungen | 1.810 × 1.250 × 15 mm |
| Plattenfläche | 2,2625 m² |
| WEER-Flächengewicht | ca. 12 kg/m² bei 7 % Feuchte |
| WEER-Gewicht je Platte | rechnerisch ca. 27,15 kg |
| Hohe Modulstütze: Hüllmaße | ca. 96 × 87,6 × 229 mm |
| Niedrige Modulstütze: Hüllmaße | ca. 40 × 139,7 × 31,5 mm |
| Flachverbinder | 120 × 120 × 3 mm |
| Plattenschraube | M6×17; Kopf-Ø ca. 13,6 mm; Kopfhöhe 3,3 mm |
| Zulässiges Modulaußenmaß (Länge × Breite) | ausschließlich 1.762 × 1.134 mm |
| Rahmenhöhe im CAD-Beispiel | 30 mm; tatsächliche Rahmenhöhe und Klemmung abgleichen |
| Im CAD dargestellte Modulneigung | 10° |
Stützenmaße: äußere Hüllmaße aus dem CAD. Das Plattenformat gilt für die Unterkonstruktion. Rahmenhöhe, Klemmbereiche und Montagevorgaben des Moduls zusätzlich prüfen.
03 · Gesamtgewicht mit Modul – nachvollziehbares Rechenbeispiel
Bezug: eine 1.810 × 1.250 mm große Platte mit einem Modul, also 2,2625 m² belegte Plattenfläche. Das PV-Modul wird mit 22,0 kg angenommen – eine gerundete Planungsannahme, kein statistischer Durchschnitt aller Module.
| Bestandteil | Ansatz je Platte / Modul | Gewicht |
|---|---|---|
| WEER-Platte, 15 mm | 2,2625 m² × 12 kg/m² | 27,150 kg |
| Hohe Stützen | 2 × 0,56251 kg | 1,125 kg |
| Niedrige Stützen | 2 × 0,15382 kg | 0,308 kg |
| Flachverbinder, anteilig | 2 × 0,33762 kg | 0,675 kg |
| M6×17-Schrauben | 18 × 0,005079 kg | 0,091 kg |
| Edelstahl-Einschlagmuffen | 18 × 0,003366 kg | 0,061 kg |
| Komplette Modulklemmen inkl. Klemmbefestigung | 4 × 0,071 kg | 0,284 kg |
| PV-Modul | Rechenannahme 22,0 kg | 22,000 kg |
| Gesamt ohne Zusatzballast | Summe mit ungerundeten CAD-Werten | ca. 51,694 kg |
| Gesamt je belegter Plattenfläche | 51,694 kg ÷ 2,2625 m² | ca. 22,85 kg/m² |
Verbinderansatz: zwei ganze Flachverbinder je Platte als rechnerischer Anteil im Feld; keine feste Vier-Modul-Einheit und keine Vorgabe für Anzahl oder Lage der Verbindungen. Zehn Schrauben-/Muffenpaare befestigen die Stützen; acht weitere Paare entsprechen zwei Verbindern mit je vier Befestigungen. Gemeinsam genutzte Verbinder werden im Gesamtfeld nur einmal gezählt.
Klemmen: Herstellerwert 0,071 kg je kompletter SL-Rack-Endklemme 96162-01 einschließlich ihrer Befestigung; diese nicht nochmals als separates Schraubengewicht addieren. Die konkrete Klemmkombination ist abzugleichen. Modul: 22 kg gerundet; als Größenreferenz wiegt ein Trina Vertex S DE09R mit 1.762 × 1.134 × 30 mm laut Datenblatt 21,8 kg. Kein fest vorgeschriebenes Fabrikat.
Metallteile: CAD-Volumen × 8.000 kg/m³ für V4A; keine gewogenen Serienmassen. WEER mit ca. 12 kg/m² bei 7 % Feuchte. Rundungsdifferenzen möglich. 22,85 kg/m² entsprechen rechnerisch rund 0,224 kN/m² Eigenlast, ohne Lastbeiwerte, Schnee oder Wind.
Vergleichsfläche: Modulfläche 1,762 × 1,134 = 1,998108 m²; darauf bezogen ca. 25,87 kg/m². Dies ist nicht die horizontale Projektion des geneigten Moduls. Für den ausgewiesenen Anlagenwert gilt die belegte Plattenfläche, ohne unbebaute Dachflächen oder Wartungsgänge.
Projektwert = Summe aus Platten, Stützen, tatsächlichen Verbindern/Befestigungen, Klemmen, Modulen und Zusatzballast ÷ belegte Plattenfläche. Weitere Dachlasten wie Kabeltrassen gesondert erfassen. Jedes zusätzliche kg Modulgewicht erhöht dieses Beispiel um ca. 0,442 kg/m².
04 · Mehrfachnutzen, Ballastierung und Lastverteilung
Die WEER-Platte vereint mineralische Brandschutzlage, witterungsbeständigen Bautenschutz und eine flächige Auflage für die angeschlossene Unterkonstruktion. Durch die mechanische Verbindung kann ihr Eigengewicht zugleich als Ballastbeitrag des Systems genutzt werden. Das Plattengewicht erfüllt damit mehrere Aufgaben.
Der Lastpfad führt vom Modul über Klemmen und Stützen, Schrauben und Muffen in die Platte. Flachverbinder ermöglichen die Kraftübertragung zwischen benachbarten Platten. Welcher Anteil des verbundenen Eigengewichts gegen Abheben und Verschieben wirksam angesetzt werden darf, hängt von nachgewiesener Anschlussfestigkeit, Plattenverhalten, Reibung und Systembemessung ab.
Eine größere wirksame Auflagefläche kann lokale Druckspitzen reduzieren. Eine gleichmäßige Verteilung über die gesamte Platten- oder Feldfläche darf daraus nicht ungeprüft abgeleitet werden: Plattensteifigkeit, Fugen, Unebenheiten, Dämmung und tatsächliche Auflager beeinflussen die Lastverteilung. Flächige Lasteinleitung ersetzt weder den Nachweis der Dachtragfähigkeit noch den Drucknachweis der Dämmung.
Die vorhandene Traglastreserve wird anhand der Bestandsstatik und des Dachzustands ermittelt; sie ist nicht für jedes Dach pauschal gegeben. Sicherheitsbeiwerte und vorgesehene Schnee-/Windlasten sind keine frei verfügbare PV-Reserve. Maßgeblich sind Gesamtgewicht, Lastanordnung und Lastkombinationen.
Zusatzballast kann insbesondere bei hoher Windbeanspruchung, großen Gebäudehöhen oder ungünstigen Rand-/Eckbereichen nötig werden. Größere verbundene Felder können einen günstigeren Systemverbund ermöglichen; sie ersetzen keinen Windnachweis. Ob das Plattengewicht ausreicht, zeigt die projektspezifische Bemessung. Die Bauweise zielt darauf, erforderlichen Ballast durch das ohnehin vorhandene Plattengewicht möglichst effizient abzudecken.
05 · Verbindung und Montageprinzip
1. Plattenraster vorbereiten
WEER-Platten entsprechend dem projektierten Dach- und Modulraster anordnen. Entwässerung und Wartungswege freihalten.
2. Metallteile anschließen
Hohe und niedrige Stützen sowie Flachverbinder auflegen. M6×17-Schrauben von oben durch die Metallteile in die rückseitigen Einschlagmuffen einsetzen.
3. Module befestigen
Nur Module mit 1.762 × 1.134 mm Außenmaß (Länge × Breite) auf den Stützen positionieren und mit den vorgesehenen Klemmen befestigen. Klemmbereiche und Vorgaben des konkret gewählten Moduls berücksichtigen.
Anzugsmomente, zulässige Anschlusslasten, Randabstände und Windsicherung sind aus den projektspezifischen technischen Unterlagen festzulegen; sie lassen sich nicht aus der Visualisierung ableiten.
06 · Material und Projektbemessung
Die mineralische WEER-Platte ist als Baustoff A1 klassifiziert. Diese Materialklassifizierung ist keine Brandklassifizierung oder Zulassung der gesamten PV-Unterkonstruktion.
Für WEER ist die direkte Verlegung auf PVC-P, beschiefertem Bitumen, PIB und TPO/FPO vorgesehen. Dachzustand und Entwässerung sind projektbezogen zu berücksichtigen. Zulässige Anschlusslasten, Windsicherung und Lastabtrag ergeben sich aus den technischen Nachweisen des konkreten Aufbaus.